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Berichte über die Auffangstation in der Presse und Fernsehen
Hier finden sie einige ausgewählte Beiträge, die in den letzen Wochen in TZ, AZ, SZ, Merkur usw. erschienen sind.
Tierschutzsprecher der drei Landtagsfraktionen:
Reptilienauffangstation bei der Tierklinik München muss bleiben
Bei ihrem Besuch der Reptilienauffangstation in der Tierklinik der Ludwig-Maximilian-Universität (LMU) in München, Kaulbachstraße 37, und bei dessen Leiter Prof. Dr. Rudolf Hoffmann, Träger des Bayerischen Tierschutzpreises, haben sich die Tierschutzsprecher der drei Landtagsfraktionen, Dr. Marcel Huber (CSU), Susann Biedefeld (SPD) und Barbara Rütting (Bündnis 90/Die Grünen) übereinstimmend für einen Fortbestand der bedrohten Station ausgesprochen. Bei ihrem Besuch stellten sie als Konsens fest:
1. Wir wollen die Reptilienauffangstation in jedem Fall erhalten. Sie ist bewährte zentrale Anlaufstelle für gefundene, abgegebene, beschlagnahmte und sichergestellte Tiere aus tierquälerischer Haltung und illegalem Handel, für kranke und verletzte Tiere und für Tiere, die von ihrem Besitzer aus einer Notlage heraus nicht mehr versorgt werden können. Müsste die Station schließen, könnten solche Tiere von Polizei, Feuerwehr, Zoll und Veterinärämtern, aber auch Tierschutzvereinen nirgends mehr hingegeben werden was vor allem dann Probleme bereitet, wenn es sich um gefährliche und giftige Tiere handelt.
2. Wir möchten auch die Anbindung an Deutschlands größte Reptilienklinik erhalten, da auf diese Weise der universitäre Fachverstand zur Verfügung steht, andererseits die Studenten in ihrer Ausbildung praktische Erfahrungen sammeln können, was sehr gut angenommen wird.
3. Wir schätzen aber auch die Möglichkeiten für Veterinäre, Feuerwehrleute und andere, sich in der Auffangstation mit dem Umgang mit Reptilien vertraut zu machen.
4. Wir sehen die Auffangstation als unverzichtbaren Beitrag zu Tierschutz und zu Menschenschutz gleichermaßen. Der Markt mit Schlangen, Echsen, Schildkröten, Spinnen, Skorpionen und Amphibien boomt leider in unverantwortbarem Maße, so dass Retter und Helfer sich mit solchen Tieren vertraut machen müssen.
5. Wir begrüßen, dass der verhängte Aufnahmestopp unmittelbar vor unserem Besuch zurückgenommen worden ist.
6. Wir werden uns im Landtag für eine einvernehmliche Lösung einsetzen, die den lückenlosen Erhalt der Auffangstation und ihre Anbindung an die universitäre Tierklinik sicherstellt.
Nach den Worten von Prof. Hoffmann ist die Münchner Auffangstation die einzige ihrer Art in Deutschland, die auch gefährliche und giftige Tiere aufnehmen, pflegen und betreuen kann. Sie wurde in den vergangenen 12 Jahren zu einer einzigartigen, bundesweit anerkannten Einrichtung ausgebaut wurde. Jährlich werden dort über 500 Schildkröten, Schlangen, Echsen, Fische, Spinnen, Skorpione und Amphibien aufgenommen, behandelt und medizinisch versorgt, betreut und dann wieder an Halter vergeben, die die notwendige Sachkunde und auch die Haltungsvoraussetzungen haben.
Der Bayerische Tierschutzbund mit seinen 115 000 Mitgliedern in 111 Tierschutzvereinen hatte vom Aufnahmestopp erfahren, da mehrere Tierheime abgewiesen wurden, als sie Schlangen, darunter eine Python, abgeben wollten. Aus Sorge um den Fortbestand der Reptilienauffangstation hatte sich das Präsidium des Tierschutzbundes am Wochenanfang an die Medien gewandt und den lückenlosen Fortbestand der Auffangstation gefordert.
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