
Anhand einiger typischer Beispiele möchten wir ihnen die Arbeit der Auffangstation vorstellen.
• Ein sicherlich spektakulärer Fall war "das Ungeheuer vom Loch Dornach". Hier wurde von Badegästen eine riesige Wasserschildkröte in einem Fischweiher bei Aschheim entdeckt, photographiert und dann in der Zeitung veröffentlich. Auf diesem Foto konnte von uns eindeutig eine Geierschildkröte identifiziert werden, die als äußerst gefährlich einzustufen ist, da sie beispielsweise Kinder, die im flachen Wasser spielen, durchaus Zehen oder Teile des Fußes abbeißen kann, sollte man ihr zu nahe kommen. Unter Mithilfe des ansässigen Fischereivereins, der Feuerwehr und Polizei von Aschheim und Mitarbeitern unseres Hauses wurde tagelang nach dem "Ungeheuer" gesucht. Schließlich konnte es von einem beherzten Studenten gesichtet und ergriffen werden. Seither sitzt Eugen bei uns in einem großen teichähnlichen Wasserbecken, zusammen mit seiner neuen Herzensdame Eugenie. Da Geierschildkröten in der freien Wildbahn als gefährdet gelten, wurde Eugen - wie auch schon Eugenie - in das Zuchtbuch für Geierschildkröten aufgenommen, um für die Erhaltung dieser Art zu sorgen.
• Ebenso nehmen wir Fundtiere jeder Art auf: ob von der Feuerwehr, Polizei oder von Privatpersonen gefunden. So wurden in den letzten Wochen von der Feuerwehr 2 Kornnattern, eine Ameive und ein Waran abgeliefert. Auch die Polizei liefert regelmäßig Fundtiere bei uns ab. Und auch engagierte Privatpersonen bringen gefundene Tiere zu uns.
• Aber auch zu groß gewordene Tiere (z.B. Wasserschildkröten, Leguane, Warane,...), aggressive Leguane oder andere "lästige" Reptilien werden hier untergebracht und an neue Besitzer weitervermittelt.
• Jederzeit kann auch die Polizei mit aktiver Mitarbeit unseres Hauses rechnen. So waren in letzter Zeit nach Anfragen einige unserer Tierärzte bei Begehungen anwesend, wo beispielsweise in einer zwei Zimmer Wohnung mehrere Giftschlangen aufgefunden wurden.