Logo klein der Reptilienauffangstation
Die Anfänge der Auffangstation

Bis zum Jahr 1995 wurden wir primär mit vereinzelten, „zu groß gewordenen", als Heimtier gehaltenen Reptilien konfrontiert. Im Einzelfall wurden Fundtiere, wie auch verletzt aufgefundene heimische Reptilien abgeliefert.

Im Dezember 1995 jedoch mussten ca. 150 beschlagnahmte Reptilien binnen weniger Stunden untergebracht und versorgt werden. Darunter befanden sich neben Geckos und Königspythons auch Warane und Brillenkaimane.

Aus dieser Situation heraus waren wir gezwungen, institutseigene Ressourcen zu entdecken und auszuschöpfen.
Bereits im Jahr 1996 wurden diese provisorischen Unterbringungsmöglichkeiten bis an den Rand ihrer Kapazität genutzt, als über 2500 juvenile Schmuckschildkröten, ca. 300 Landschildkröten, sowie ca. 50 grüne Leguane bei uns eingestellt wurden.
Durch sehr viel Eigeninitiative konnte Stück für Stück eine multifunktional ausgerichtete Station zur Unterbringung von Reptilien aufgebaut und gestaltet werden.

Heute werden durchschnittlich mehr als 400 Tiere jährlich an uns abgegeben. Für einen großen Teil der Abgabetiere können wir zügig einen neuen Halter ermitteln. Doch viele der abgegebenen und besonders der beschlagnahmten Tiere sind in so schlechtem Zustand, dass wir, trotz bester tiermedizinischer Versorgung, doch auch hohe Verluste hinnehmen müssen.
 
Schwerpunkte Tier- und Artenschutz

Schwerpunktmäßig werden in unserem Haus aus tier- und artenschutzrechtlichen Gründen beschlagnahmte Tiere untergebracht, aber auch herrenlose und lästig gewordene Reptilien aufgenommen.
Darüber hinaus gewinnt die Unterbringung „gefährlicher Tiere" aus sicherheitsrechtlichen Gründen immer mehr an Bedeutung, was die Einrichtung eines Giftschlangenraumes zwingend notwendig machte.