Heutiges Thema im Bayerischen Landtag:
Die Zukunft der Reptilienauffangstation

Bei einer Sitzung des Umweltausschusses im Bayerischen Landtag wurde heute die angespannte Situation der Auffangstation für Reptilien, München e.V. diskutiert. Bereits vergangenen Dezember war der Verein in finanzielle Bedrängnis geraten, da eine in Aussicht gestellte Bauförderung zuletzt doch nicht bewilligt worden war. Nun haben die Parteien im Bayerischen Landtag die Sachlage diskutiert und sich auch mit der Frage beschäftigt, wie es mit der Station künftig weitergehen soll.

Um hierzu klare Aussagen von der Landesregierung zu erhalten, hatten die drei Oppositionsparteien SPD, Bündnis 90/Die Grünen sowie die Freien Wähler jeweils einen Antrag eingebracht. Auch drei Petitionen aus der Bevölkerung (darunter unsere eigene mit rund 8.000 Unterstützern), wonach die Landesregierung die Auffangstation selbst bzw. ihr Bauvorhaben unterstützen möge, wurden dem Ausschuss zur Abstimmung vorgelegt. Im Anschluss erhielten wir selbst noch einmal die Gelegenheit, unsere Sicht der Dinge darzustellen und die Landesregierung persönlich um Hilfe zu bitten.

Während sich die Abgeordneten in der Bedeutung der Station fraktionsübergreifend durchaus noch einig zeigten und auch allesamt die herausragende Arbeit der Mitarbeiter und ehrenamtlichen Helfer lobten, wurde die Frage um die Zukunft der Station schon deutlich kontroverser diskutiert. Zeitweise wurde sogar der Erwerb des Baugrundstücks bei Neufahrn noch einmal in Frage gestellt, was jedoch mit dem sehr günstigen Kaufpreis begründet und somit letztlich wieder entschärft werden konnte.

Zum Ende der Sitzung wurden die drei Petitionen sowie die Anträge der SPD und der Freien Wähler von der Regierungsmehrheit abgelehnt. Der Antrag der Grünen hingegen wurde nach einer geringfügigen Veränderung im Wortlaut angenommen, so dass unser Verein nun dazu aufgerufen ist, die veranschlagten Kosten für den geplanten Neubau noch einmal zu überarbeiten und zu reduzieren. Auch eine Unterteilung des Vorhabens in mehrere zeitlich versetzte Bauabschnitte steht nun zur Diskussion, so dass wir uns in den kommenden Tagen und Wochen wieder verstärkt unserer Bauplanung widmen werden.
Der sprichwörtliche Gordische Knoten ist damit sicherlich noch nicht zerschlagen, jedoch dürfen wir uns nach dieser sehr ernsthaften und ergebnisorientierten Debatte zumindest wieder ein bisschen mehr Hoffnung auf die langfristige Realisierung einer neuen Reptilienauffangstation machen.