EU-Verordnung fordert die Tötung gebietsfremder invasiver Arten

Seit Anfang August 2016 gilt in Europa eine neue Verordnung, die den Umgang mit den sogenannten “invasiven gebietsfremden Arten” regelt. Darunter versteht man Tier- und Pflanzenarten, welche aus anderen Teilen der Welt durch den Menschen eingeschleppt wurden und nun teils massive Schäden in den heimischen Ökosystemen verursachen.
Da dies in der Tat ein nicht zu unterschätzendes Problem ist, ist der politische Vorstoß für eine solche Regelung durchaus zu begrüßen. Allerdings ist die Art und Weise, wie die EU diese Problematik angehen will, alles andere als ethisch vertretbar. Zudem enthält die Verordnung einen ganz massiven Verstoß gegen das Deutsche Grundgesetz bzw. gegen das Deutsche Tierschutzgesetz, da als Management-Maßnahme die massenhafte Tötung dieser invasiven Arten ausdrücklich mit eingeschlossen und angeraten wird.

Und auch Privathaltern, Tierheimen, Auffangstationen und Zoos soll die Haltung solcher Arten künftig verboten sein. Während Privathaltern noch ein Bestandsschutz eingeräumt wird, sind Tierheime und Zoos dazu angehalten, ihre Tiere nicht mehr weiterzuvermitteln und ggf. sogar zu keulen. Das macht Auffangstationen wie uns die Arbeit mit den betroffenen Arten praktisch unmöglich bzw. schreibt uns eine tierschutzwidrige Arbeitsweise vor. Noch ist diese unsägliche Verordnung nicht in deutsches Recht umgesetzt worden, weshalb wir aktuell an einer Petition arbeiten und Ihnen diese hier in Kürze zur Verfügung stellen werden.

Weitere Informationen und Details, was genau die Verordnung vorschreibt und welche Arten davon betroffen sind, erfahren Sie hier.