Tiere LStVG Art.37

GefahrtiereWir erhalten auch sog. potentiell gefährliche Tiere gem. Artikel 37 LStvG aus Beschlagnahmungen oder durch Abgabe. Zu dieser Gruppe gehören Krokodile, Alligatoren, Kaimane, Großechsen oder Gifttiere, wie Giftschlangen, Skorpione, Krustenechsen oder Spinnen. (Liste der gefährlichen Tiere, gültig in München)

 

Abgabevoraussetzungen Gefahrtiere
Grundsätzlich werden Gefahrtiere nur nach erfolgter Vorlage einer Genehmigung zur Haltung von gefährlichen Tieren, sofern diese im Bundesland des Übernehmers notwendig ist, abgegeben. Diese ist entweder als beglaubigte Kopie oder als Original vorzuweisen.

Eine Genehmigung muss die Tierarten und deren Anzahl, die gehalten werden dürfen, beinhalten. Es reicht nicht aus, die Genehmigung für z. B. zwei Brillenkobras zu besitzen und dann eine dritte Brillenkobra bzw. eine weitere Spezies dem Bestand hinzuzufügen bzw. zu ergänzen. Hierfür ist eine Erweiterung des Tierbestandes zu beantragen und erst nach erteilter schriftlicher Genehmigung kann ein weiteres Tier oder eine weitere Art zusätzlich gehalten werden.

In Bundesländern, in denen bisher keine Beschränkung der Haltung von Gefahrtieren existiert, behalten wir uns vor, beim zuständigen Veterinäramt Informationen über den Halter einzuholen. Grundsätzlich muss ein potentieller Übernehmer seine Sachkunde belegen, bevor er Gefahrtiere aus der Auffangstation erhalten kann.

Weiterhin weisen wir darauf hin, dass die “Zuverlässigkeit” des Halters gegeben sein muss und mit dem Verlust der Zuverlässigkeit auch die Möglichkeit zur Haltung von Gefahrtieren, egal, ob diese in Bundesländern erfolgt, in denen diese Arten genehmigungspflichtig sind, oder in solchen, in denen die Haltung gefährlicher Tiere nicht reglementiert ist. Grundsätzlich dürfen Gefahrtiere aus der Reptilienauffangstation NICHT an Dritte abgegeben werden, auch wenn die Haltung aufgegeben werden sollte, sondern müssen auf Kosten des Halters an die Reptilienauffangstation zurückgegeben werden.

Grundsätzlich werden Gefahrtiere nur abgegeben, wenn sich der Übernehmer hierzu vertraglich verpflichtet, ebenso wie dazu, den zuständigen Behörden, auch dem Veterinäramt Zugang zu seiner Haltung zu gewähren und im Falle des Todes des oder der Tiere, diese nicht nur schriftlich bei uns als gestorben zu melden, sondern dies, z. B. durch Rücksendung des Tierkörpers oder Abgabe desselben an ein Museum gegen Quittung zu belegen.

Sofern ein Übernehmer zur Miete wohnen sollte, erbitten wir eine schriftlich vorzulegende Erlaubnis des Hauseigentümers/Vermieters zur Haltung von Gefahrtieren. Die Reptilienauffangstation, München e. V. haftet grundsätzlich nicht für Unfälle mit Gefahrtieren aus der Auffangstation!

 

Checkliste notwendiger Voraussetzungen:

  • Genehmigung zur Haltung gefährlicher Tiere (Haltebewilligung, Halteerlaubnis) in Bundesländern, die die Gefahrtierhaltung regeln, z. B. Bayern, Berlin, Hessen… als beglaubigte Kopie oder Original
  • Erweiterung bestehender Genehmigungen für zusätzliche Arten oder Individuen
  • Kontaktdaten des zuständigen Veterinäramtes bzw. Bestätigung des Veterinäramtes, dass die Bedingungen zur Haltung der gewünschten Tiere erfüllt sind, bei großwüchsigen Arten längerfristig
  • Nachweis der Sachkunde, erweitert auf Gefahrtiere
  • Nachweis der Zuverlässigkeit (erweitertes polizeiliches Führungszeugnis) (ggf. in erst kürzlich erteilter Haltegenehmigung oder -erweiterung enthalten!)
  • Genehmigung des Vermieters für die Haltung von Gefahrtieren
  • Sofern im Bundesland des Übernehmers erforderlich, Nachweis über das Vorhandensein von Antiseren bzw. den Zugang zu diesen (Klinik, Serumdepot etc.)

 

 


gtsz

 


Bei berechtigtem Interesse kontaktieren Sie uns bitte per Telefon oder Email.
Ansprechpartner: FTA Dr. M. Baur, Tel: 089-2180 5709, E-Mail