Informationen zum Weltschlangentag

München, 16. Juli 2018 – Leider kennt fast niemand mehr unsere heimischen Schlangen. Und so erscheint eine unvermittelt in freier Natur vor uns am Boden kriechende Ringelnatter  vielen Menschen oft  schon als gefährliches, zweifelsohne tropisches und giftiges Monstrum. Die Auffangstation hat deshalb die Kampagne „Keine Angst vor heimischen Schlangen“ ins Leben gerufen und auf ihrer Internetseite unter Keine Angst vor heimischen Schlangen einen ganz einfachen Bestimmungsschlüssel für jedermann zugänglich gemacht. „Denn in den Schulen mangelt es an gezieltem Unterricht. Dort könnte man kleine Menschen noch für die Natur und ihren unersetzbaren Wert begeistern und Wissen schaffen, das Tiere schützt und uns als Erwachsenen heute fehlt“, betont Dr. Markus Baur.

Bald  ist wieder Sommerloch-Zeit, die Zeit im Jahr, zu der aus allen Löchern gefährliche Schlangen und schuppige Monster zu kriechen scheinen, vor denen sich viele Menschen gruseln. Denn das Unbekannte macht Angst, lässt uns schaudern und verunsichert den unkundigen Betrachter. Deshalb nutzen wir die Gelegenheit und füllen das nahende Sommerloch mit dem Wissen um Existenz und Bedürftigkeit unserer heimischen Schlangen, die in der modernen und städtischen Welt so sehr in Bedrängnis geraten sind.

Uns liegt dabei am Herzen, die wenigen intakten Lebensräume von Kreuzotter, Schling-, Ringel- und Würfelnatter erhalten und schützen zu helfen. Hierzu versuchen wir recht einfache Maßnahmen publik zu machen, die den Tieren beim Überleben behilflich sein können. „Das geht vom Holzstoß bis zum Komposthaufen im eigenen Garten oder als sinnvolle Maßnahme am S-Bahn-Gleis oder bei der Bahn“, sagt Stationsleiter Dr. Markus Baur, der für den Spätsommer ein Sonderheft der vereinseigenen Zeitschrift zum Thema vorbereitet hat. „Jede Hausverwaltung in München könnte so viel Wertvolles hierzu beitragen“, meint er und verweist auf Beispiele am Flaucher, im Botanischen Garten, dem Tierpark oder dem Westpark, die zeigen, wie gut menschliche Erholung und tatkräftiger Naturschutz Hand in Hand gehen können.