Nachruf: Dr. Frank Mutschmann

Es ist unglaublich schwierig, Worte zu finden, die unsere Gefühle ausdrücken könnten und das, was Frank Mutschmann für mich und meine Kollegen gewesen ist in seiner Vielschichtigkeit und seiner ganz eigenen, wunderbaren Art. Als wir von seinem viel zu frühen Tod erfuhren, waren einige fassungslos, andere stumm, wortlos, einige weinten ehrliche Tränen, niemand wollte glauben, was wir erfahren mussten.

Es ist noch schwieriger, diesen Mann zu beschreiben und ihn von Herzen zu ehren, der uns verlassen hat, denn er ist so Vieles gewesen, für jeden Einzelnen von uns, für viele Kolleginnen und Kollegen in der Praxis, in Arbeitskreisen, in der Forschung und Lehre, in Tierärztekammern, für viele ganz individuelle Menschen. Er war Mentor, Berater, Lehrer, er war derjenige, der einen begeistern, ins Staunen versetzen und zutiefst beeindrucken konnte.

Für uns ist er nicht primär ein vollkommen zu Recht berühmter Kollege gewesen, er war langjähriger Weggefährte und er ist Freund gewesen, ein Mensch, dem wir mit tiefen Emotionen zugetan waren und den wir alle von Herzen gern gehabt haben, auf den wir uns freuten, mit dem wir so gerne Zeit verbrachten, um ihm zu lauschen, von ihm zu lernen, mit ihm auf Augenhöhe zu diskutieren, um zu lachen, zu grübeln, zu denken und ab und zu auch gemeinsam mit ihm zu ärgern.
Niemals, niemandem von uns gegenüber ist er je anders begegnet, als freundschaftlich, offen und eben auf Augenhöhe, seien wir Studierende gewesen, Fragesteller, Kunden, Zuhörer seiner Vorträge oder einfach nur Gleichgesinnte, die wie er die Natur und die Tiere liebten und unsere Begeisterung für sie mit ihm teilten.

Es wird viele geben, die seine immensen Leistungen in Vereinen, Verbänden, Arbeitsgruppen und in der Tiermedizin und nicht zuletzt der Tierschutzpolitik, seine Expertise und sein Können loben werden, weit besser, als wir dies jemals könnten. All dies sind nicht wegzudenkende Leistungen, die wir würdigen, aber allem voran haben wir in Frank einen aufrichtigen, liebenswerten, charismatischen Freund gesehen, zweifelsohne gehabt und viel zu früh verloren, einen wundervollen Menschen, den wir von ganzem Herzen fassungslos vermissen, den wir aber niemals vergessen werden.

 

In dieser Weisheit, Shariputra, sind alle Phänomene leer:

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Sie haben keine Wesensmerkmale, sie sind ohne Entstehen und
ohne Vergehen.
Sie sind ohne Befleckungen.
Sie sind ohne Abnahme und ohne Zunahme.
Aus diesem Grund, Shariputra, gibt es in der Leerheit
keinen Körper, keine Empfindung, keine Unterscheidung keine
Gestaltenden Faktoren und kein Bewusstsein.
Es gibt keine Augen, keine Ohren, keine Zungen, keinen Körper
und keinen Geist. Es gibt nichts Sichtbares, keine Töne, keine
Gerüche, keine Geschmäcke, nichts Tastbares und keine
Phänomene. Es gibt auch keine Elemente des Geistes bis hin zu
den Elementen des geistigen Bewusstseins.
Es gibt auch keine [Glieder des abhängigen Entstehens]:
Es gibt weder Unwissenheit noch Aufhören der Unwissenheit, bis
hin, dass es weder Alter und Tod, noch Aufhören von Alter und
Tod gibt.
Ebenso gibt es auch kein Leid, keinen Ursprung,
keine Beendigung, keinen Pfad, keine Ursprüngliche Weisheit,
kein Erlangen und kein Nichterlangen
Herz-Sutra