Offener Brief

Entschließungsantrag 697/1/21 des Bundesrates

Verbände fürchten um den weltweiten Artenschutz

Mit großer Sorge um die weltweite Biodiversität haben 19 Natur – , Artenschutz – und Tierhalterverbände den Entschließungsantrag 697/1/21 des Ausschusses für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit des Bundesrats wahrgenommen, der in der heutigen 1010. Plenarsitzung des Bundesrats beraten werden soll. In diesem Antrag wird ein pauschales Importverbot von Wildtieren nach Deutsch land und Europa gefordert. Sollte der Antrag im Bundesrat angenommen werden, wäre d ie neue Bundesregierung aufgefordert, sich für eine umfassende Regulierung von Wildtierimporten auf europäischer Ebene ein zu setzen. In einem offenen Brief an die Mitglieder des Bundesrates , der dieser Pressemeldung beigefügt ist, haben die Unterzeichner bereits am 28.10.21 auf die Relevanz eines völkerrechtlich legitimierten legalen und nachhaltigen Handels mit Wildtieren hin gewiesen , der dazu b eitragen kann , Ökosysteme vor Ort zu schützen und somit die Artenvielfalt zu erhalten. Mit dem vorliegenden Antrag 697/1/21 erfolgt jedoch keine Differenzierung zwischen einem legalen und nachhaltigen Handel, der beispielsweise durch die Vereinten Nationen, die Weltnaturschutzunion IUCN oder das Washingtoner Artenschutzübereinkommen CITES erlaubt und ermöglicht wird, und dem illegalen Handel. Die unterzeichnenden Verbände des offenen Briefes befürchten, dass bei einer Bewilligung des A ntrags 697/1/21 nicht nur der weltweite Natur – und Artenschutz zurückgeworfen wird, sondern dass Deutschland bei einem pauschalen Importverbot von Wildtieren s einen politischen Einfluss und seine wissenschaftliche Expertise zur Erhaltung der Biodiversität verliert. Daher bitten die Unterzeichner die Mitglieder des Bundesrates , den Änderungsantrag 697/1/21 nicht zu bewilligen und hinsichtlich des Entschließungs antrags 697/21 , die unter Federführung des BNA erstellten und von vielen Verbänden un t er stützten Lösungsansätze zu berücksichtigen, die dem Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit des Bundesrats am 20.10.2021 übersandt wurden. Die Verbänd estellungnahme ist unter folgendem Link abrufbar:

Offener Brief

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