Persische Schlange in Münchner Wald eingefangen

thumbAm vergangenen Montag wandte sich eine Frau mit einer eher ungewöhnlichen Beobachtung an die Behörden. Im Neurieder Wald im Südwesten von München hatte sie drei Tage in Folge eine schwarze, fast regungslose Schlange beobachtet. Mitarbeiter der Auffangstation für Reptilien, München e.V. konnten das Tier inzwischen identifizieren und einfangen.

Sie ist ursprünglich in Ländern wie dem Iran oder Aserbaidschan beheimatet und kann rotbraun bis tiefschwarz gefärbt sein: die Persische Kletternatter (Zamenis persica), die bis zu 1,30 Meter lang werden kann, gilt als ungefährlich für den Menschen und ist deshalb bei deutschen Exotenfreunden ein beliebtes Haustier.

Überrascht war eine Spaziergängerin aus Neuried, die ein solches Tier über mehrere Tage beobachtet hatte und sich schließlich an die Behörden wandte. Da weder die Frau noch die Beamten einordnen konnten, ob es sich dabei um eine heimische Art handelte, wurde die Auffangstation für Reptilien, München e.V. über den Fund informiert.

„Anhand der mitgeschickten Fotos konnten wir die Art sofort identifizieren“, erklärt Dr. Markus Baur, Leiter der Auffangstation. „Wir vermuten, dass die Schlange entweder aus ihrer Haltung entflohen ist oder von ihrem Besitzer ausgesetzt wurde.“ Die wärmenden Sonnenstrahlen der letzten Tage hat das exotische Reptil sicherlich genossen, auf Dauer wäre sie in unserem Klima aber zugrunde gegangen. Deshalb ist das Team der Auffangstation sofort ausgerückt, um die Schlange einzufangen und zu versorgen.

„Nur dem besonnenen und umsichtigen Verhalten der jungen Dame ist es zu verdanken, dass für das Tier die beste Lösung gefunden werden konnte“, betont Baur abschließend.

 

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