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Moorrenaturierung im Fichtelgebirge

Feuchtgebiete, insbesondere Moore, haben innerhalb der Stoffkreisläufe unseres Planeten eine essentielle Funktion: Sie binden und speichern große Mengen CO2. Werden diese CO2-Speicher durch den Einfluss des Menschen abgebaut bzw. zerstört, können sie ihre Funktion nicht mehr ausüben. Das Kohlendioxid wird ungebunden in die Atmosphäre entlassen, was letztlich den globalen Klimawandel begünstigt.

 

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moorrenaturierung02Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, bemüht sich seit einigen Jahren die Freisinger Forschergruppe um den Ökologen Prof. Dr. Johannes Kollmann darum, degenerierte Moore zu renaturieren. Ziel ist es, die ökologisch verarmten Landschaften, z.B. nach Umwandlung in Fichten-Monokulturen durch Wiedervernässung wieder in ein “lebendes” Moor zurück zu verwandeln, das CO2 bindet und möglichst wenig Methan freisetzt. Nicht zuletzt soll hiervon natürlich auch die regionale Biodiversität profitieren, denn typische Moorbewohner sind u.a. Sonnentau, Wollgras, Moorlibellen, Baumpieper, der Grasfrosch und natürlich die Kreuzotter. Viele Arten der klassischen Moorflora und -fauna sind mehr oder weniger stark bedroht, so dass das Projekt nicht nur einen Beitrag zum Klima-, sondern auch zum Artenschutz darstellt.

Grundlage dieses umfangreichen Vorhabens ist die Zusammenarbeit mehrerer Einrichtungen:
Unter der Federführung der TU München beteiligen sich außerdem der Landesbund für Vogelschutz in Bayern, die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf sowie die Münchner Reptilienauffangstation an dem Projekt. Finanziert wird das Vorhaben vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz.

 

Was können Sie selbst tun, um unsere Moore und damit auch unser Klima nachhaltig zu schützen?
Klimaschutz geht uns alle etwas an! Bitte leisten Sie deshalb Ihren Beitrag zur Bewahrung dieser wertvollen Ökosysteme, indem Sie beim Kauf von Blumenerde stets darauf achten, dass diese torffrei ist. Entsprechende Produkte wurden u.a. vom BUND und vom NABU ausgewählt und zertifiziert.

 

(Fotos: © Techn. Universität München, Prof. Dr. J. Kollmann et al.)