Wüstenluchs zieht nach Franken

KalahariaVor über eineinhalb Jahren wurde von den Behörden ein Karakal namens „Kalaharia“ beschlagnahmt. Sie wurde seither in der Auffangstation für Reptilien, München e.V. untergebracht und von den Zootierpflegern der Auffangstation versorgt.

Die Bemühungen seitens der zuständigen Behörden und der Auffangstation, einen guten neuen Platz für die Raubkatze zu finden, sind nun endlich erfolgreich gewesen. Der hübsche Wüstenluchs konnte nach Ansbach in eine dauerhafte Haltung im „Raubtier- und Exotenasyl“ umziehen.
Dort wird die leider auf einem Auge blinde und deswegen schwer vermittelbare Katze nun ihren Lebensabend neben anderen Raubtieren verbringen.

Die ca. 11 kg schwere Wildkatze wurde in einem Gehege im Tierheim Riem gehalten. Sie hatte ein geräumiges Außengehege und ein beheiztes Innengehege mit vielen Kletter- und Versteckmöglichkeiten. Durch das Füttern von verschiedenen Beutetieren, eine „Seilzugjagdattrappe“, Aufhängen ganzer größerer Beutetiere, Streuen von Gewürzen und weiterer Enrichment Einrichtungen wurde versucht, dem schlauen und neugierigen Tier eine „reizvolle“ Umgebung zu bieten. In den eineinhalb Jahren ist die Karakalkatze uns sehr ans Herz gewachsen. Ihr verspieltes Wesen, das freudige Erwartetwerden am Gehege und die großen runden Augen und spitzen Ohren werden uns sicher fehlen.
Dennoch, und gerade wegen ihres sympathischen Aussehens, darf man nicht vergessen, dass es sich um ein potentiell gefährliches Tier nach LStVG Artikel 37 handelt. Ein direkter Kontakt sollte unterbleiben und die nötigen Sicherungsmaßnahmen müssen vorgenommen werden. Die nötige Sachkunde und Erfahrung mit dem Umgang von Gefährlichen Tieren muss vorhanden sein. Ebenso müssen Sondergenehmigungen für die Haltung des gefährlichen Tieres bei der zuständigen Behörde eingeholt werden.

Somit ist die Haltung eines Karakals mit hohem Aufwand verbunden. Privatpersonen können diese Bedingungen meist nicht erfüllen. Auch in Zoologischen Gärten sind nur wenige Karakale zu sehen. Deswegen war die Vermittlung des Tieres in eine geeignete Haltung auch sehr schwierig. Umso mehr freuen wir uns, dass die Abgabe am Mittwoch endlich stattfinden konnte. Sowohl das lange trainierte ruhige Locken in eine Transportbox, als auch der Transport nach Ansbach und die Übergabe vor Ort sind reibungslos abgelaufen. Vielen Dank an das „Raubtier- und Exotenasyl“ für die gute Kooperation!

 

Kalaharias neues Zuhause Kalaharia im Transportkaefig

 

 

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