Waschbären

Manchmal kommen Waschbären als Findelkinder zu uns. Wir selber "retten" keine Waschbären direkt, sondern helfen Privatpersonen, Tierheimen, Artenschutzorganisationen und Behörden bei der Unterbringung schon in menschlicher Obhut befindlicher Waschbären.

Sowohl Waschbären als auch Nasenbären sind in der EU verboten.

 

Der erste Waschbär war vor Jahren Ines, ein Weibchen, das ihr Leben in einem Kellerraum fristete, bevor es zu uns kam. Bald darauf folgten die ersten Waisen, die von Privatleuten großgezogen wurden. Wie alle Waschbär-Zieheltern waren die Menschen froh, diese quirligen Racker abgeben zu können, weil sie alles kaputt machen und nur Unfug im Kopf haben.

Wir haben sehr dafür gekämpft, dass in Deutschland Waschbären, die in Menschenobhut gelangten, weil ihre Mütter abgeschossen wurden, nicht getötet werden müssen. Diese Gefahr bestand nach der Listung in der Verordnung der EU zu invasiven Arten durchaus.

Heute dürfen betroffene Tiere nach Erlaubnis der Naturschutzbehörde vermittelt werden. Hierfür sind jedoch ein Sachkundenachweis und ein ausbruchssicheres Gehege nötig, sowie die verpflichtende Kennzeichnung und Kastration der Tiere. So leben heute z. B. einige Waschbären von uns im Tierpark Hellabrunn und im Wildpark Poing.

Da der Waschbär sich zusehends aus dem Norden nach Süd- und Oberbayern verbreitet, sind jedoch die Kapazitäten zur Aufnahme solcher Jagd-Waisen nur sehr begrenzt verfügbar.

 

Sobald wieder Waschbären bei uns sind, finden Sie hier unten den Bestand.