patenschaften

Die Übernahme einer Patenschaft bietet Ihnen die Möglichkeit, die Arbeit der Auffangstation für Reptilien regelmäßig und langfristig mit einer besonderen Form der Spende zu unterstützen. Durch eine Patenschaft können Sie ganz gezielt ein Tier oder eine Tiergruppe unterstützen, die Ihnen besonders am Herzen liegt!

Tierpatenschaft

Mit einer Tierpatenschaft  tragen Sie unmittelbar zur Deckung aller Kosten bei, die durch die medizinische Versorgung und tägliche Pflege der Tiere entstehen. Diese Kosten umfassen insbesondere die medizinische Routineversorgung (Quarantäne, Impfungen, Parasitenbehandlungen, etc.), die Futter- und Wasserversorgung, die Terrarien- bzw. Gehegebepflanzung und andere Einrichtungsgegenstände.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass in vielen Fällen die Zuteilung eines „individuellen Lieblings“ leider nicht möglich ist. Im Rahmen unserer täglichen Arbeit bemühen wir uns stets darum, die meisten unserer Tiere möglichst zügig in gute Hände zu vermitteln, um Platz für neue bedürftige Tiere zu schaffen. Ihre Patenschaft geht in diesem Fall aus administrativen Gründen automatisch auf den nächsten artgleichen Pflegling über. Falls Sie Ihre Unterstützung unbedingt an ein bestimmtes Individuum binden möchten, teilen Sie uns dies bitte in Ihrer Patenschaftsanfrage mit. Wir werden uns dann bemühen, Ihren Wünschen nachzukommen.

Antrag Patenschaft

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Geschenkpatenschaft (ein ganz besonderes Präsent)

Machen Sie einem tierlieben Menschen eine besondere Freude, indem Sie ihm zum Geburtstag, zum Jubiläum oder zu Weihnachten eine Patenschaft schenken!

Als Gegenleistung für alle Patenschaften erhalten die Paten eine individuelle Patenschaftsurkunde, ein Bild Ihres Patentiers sowie auf Nachfrage aktuelle Informationen von Ihrem Patentier. Des Weiteren können wir unseren Paten auch bald wieder Patentage anbieten, um Ihnen die Gelegenheit zu geben, im Rahmen einer Führung die Auffangstation zu besichtigen und Ihr Patentier zu besuchen. Unsere Mitarbeiter stehen Ihnen nicht nur an diesem Tag für alle Fragen zu Ihrem Patentier gerne zur Verfügung.
Auf Wunsch erhalten Sie selbstverständlich eine Spendenquittung über die Höhe der Patenschaft.

Wenn Sie Interesse an einer Patenschaft haben, füllen Sie einfach das Formular aus. Wir setzen uns dann so schnell wie möglich mit Ihnen in Verbindung!

Antrag Patenschaft

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Unsere Patentiere:

Damit Sie eine Vorstellung davon haben, welches Tier uns pro Monat durchschnittlich welche Kosten verursacht, haben wir Ihnen im Folgenden eine Kostenübersicht erstellt. Ihre Patenschaft muss jedoch nicht zwangsläufig die vollständigen Kosten decken, sondern kann auch anteilig dazu beitragen (jeder Beitrag hilft!). In diesem Fall kann es jedoch sein, dass Sie sich Ihr Patentier mit einem oder mehreren Paten „teilen“ müssen.

Geckos (Tierpaten unterstützen die Pflege mit monatlich 5,00 Euro)

Geckos, wie der Madagaskar-Taggecko, der Leopardgecko, der Tokee, der Kronengecko oder auch der Flechtengecko, haben wir praktisch jederzeit in unserem Bestand. Besonders die Leopardgeckos tragen häufig einen ansteckenden Parasiten (Cryptosporidien) in sich, von dem die Tiere nach aktuellem Stand der Veterinärmedizin nicht geheilt werden können. Aufgrund dieser Erkrankung gelten die Tiere als schwer vermittelbar.

In ihrer Haltung gelten viele Geckoarten als wenig anspruchsvoll. Neben der Fütterung mit beispielsweise Grillen, Heuschrecken oder Mehlwürmern sowie der Versorgung mit frischem Trinkwasser wird das Terrarium je nach Art regelmäßig mit frischen Pflanzen ausgestattet und das Substrat gereinigt bzw. erneuert.

Bartagame (Tierpaten unterstützen die Pflege mit monatlich 15,00 Euro)

Bartagamen zählen in der Auffangstation zu den häufigsten Tierarten überhaupt. Da die Tiere sehr leicht zu züchten sind und als vollkommen harmlos und unkompliziert gelten, gehören sie in praktisch jeder Zoohandlung, in vielen Baumärkten und auf jeder Reptilienbörse zur absoluten Grundausstattung der Verkäufer. So schnell, wie sie von ahnungslosen Anfängern gekauft werden, so schnell werden sie auch wieder weggegeben. Spätestens wenn die Tiere ausgewachsen sind und zunehmend ihre Färbung verlieren, geben viele Privathalter ihr Tier bei uns ab.

Als einzelgängerische Wüstentiere sind Bartagamen verhältnismäßig pflegeleicht, benötigen jedoch deutlich mehr Platz als ein Gecko. Bei der Fütterung verwenden wir v.a. viele frische Kräuter sowie hin und wieder ein paar Grillen oder Mehlwürmer. Chronische Erkrankungen kommen seltener vor. Häufiger übernehmen wir Tiere, die wegen falscher Haltung Anzeichen von Nierenproblemen oder Rachitis aufweisen oder sich durch Revierkämpfe mit Artgenossen Verletzungen und Verstümmelungen zugezogen haben.

Europäische Landschildkröten (Tierpaten unterstützen die Pflege mit monatlich 15,00 Euro)

Europäische Landschildkröten sind ebenfalls jederzeit in unserem Tierbestand vertreten. Besonders häufig wird die Griechische Landschildkröte abgegeben, aber auch von der Maurischen Landschildkröte, der Russischen Landschildkröte sowie der Breitrandschildkröte haben wir viele Tiere übernommen. Problematisch bei diesen Tieren ist nicht nur die sehr lange Lebenserwartung, sondern auch die Geschlechterverteilung: Die ganz große Masse der Tiere sind nämlich Männchen. Diese sind nur schwer in Gruppen zu halten und lassen sich somit auch schlecht vermitteln.

Aufgrund der großen Anzahl dieser Tiere haben wir eine großflächige Anlage nur für Landschildkröten gebaut. Hier werden die Tiere täglich mit frischen Kräutern und Kalk versorgt und können sich im Winter in Ruhe zurückziehen. Als chronische, unheilbare Erkrankung tragen einige Tiere den Herpes-Virus in sich, womit sie als praktisch nicht mehr vermittelbar gelten und bis zu ihrem Lebensende in unserer Obhut verbleiben müssen.

Schmuckschildkröten (Tierpaten unterstützen die Pflege mit monatlich 10,00 Euro)

Schmuckschildkröten werden fast jeden Tag in der Auffangstation abgegeben. Während die Tiere bis vor ca. zehn Jahren noch massenhaft als süße Babys im Handel verkauft wurden, werden die inzwischen ausgewachsenen Riesen heute täglich überall in Deutschland entweder in Tierheimen und Auffangstationen abgegeben oder schlicht ausgesetzt. In unserem Schildkrötenrefugium CHELONIA haben wir deshalb auch einen Schmuckschildkrötenteich integriert, in dem regelmäßig ca. 500 Tiere unter artgemäßen Bedingungen auf ein neues Zuhause warten dürfen.

In der täglichen Versorgung gelten Schmuckschildkröten als wenig aufwändig. Sie erhalten als Futter teils frische Wiesenkräuter sowie tierisches Protein in verschiedenen Formen. Auch sind sie kaum krankheitsanfällig. Das Gros der Kosten entsteht hier vielmehr durch die Instandhaltung der Teichanlage sowie durch die Beheizung in den Wintermonaten.

Kornnattern (Tierpaten unterstützen die Pflege mit monatlich 12,00 Euro)

Kornnattern gelten als die beliebteste Schlangenart für Anfänger. schon allein deshalb werden auch wir immer wieder mit Abgaben konfrontiert. Aber auch die sehr ähnlichen Königsnattern mit ihren verschiedensten Farbvarianten kommen gelegentlich in unseren Bestand.

Die Tiere benötigen viel Platz, ein möglichst natürlich eingerichtetes Terrarium mit vielen Kletter- und Versteckmöglichkeiten und dichter Bepflanzung sowie als Futter natürlich Mäuse. Hier gehört die Auffangstation zu den wenigen Einrichtungen in Deutschland, die ihre Futtermäuse noch selbst züchten. Da die gesetzlichen Haltungsanforderungen für Futtermäuse zuletzt massiv angestiegen sind, kaufen viele Tierhalter ihr Futter inzwischen als Frostmäuse im Handel. Aus Tierschutzgründen lehnen wir dies jedoch ab. Leider spiegelt sich dies in höheren Versorgungskosten unserer Schlangen wieder.

Königspythons (Tierpaten unterstützen die Pflege mit monatlich 15,00 Euro)

Königspythons und auch Boas werden in ihrer ursprünglichen Färbung für die Halter zunehmend uninteressant und damit bei uns zum „Ladenhüter“. Hier gibt es auch immer wieder Tiere, die unheilbar am Paramyxovirus oder IBD, dem so genannten Schlangen-Aids, erkrankt sind. Wird eine Schlange positiv auf diese Erkrankungen getestet, muss sie isoliert von anderen Tieren gehalten werden und ist nicht mehr vermittelbar. Grundsätzlich leben solche Tiere vollkommen schmerz- und symptomfrei und können teils noch viele Jahre vor sich haben.

Die Haltung von Königspythons und Boas erfordert großräumige Terrarien mit Versteckmöglichkeiten und natürlicher Bepflanzung, die regelmäßig erneuert werden muss. Die Fütterung mit Mäusen macht mit zunehmender Größe der Tiere einen nicht unerheblichen Anteil der Kosten aus.

Leguane (Tierpaten unterstützen die Pflege mit monatlich 20,00 Euro)

Leguane können im Erwachsenenalter eine Gesamtlänge von bis zu 2 Metern erreichen. Spätestens dann können einige Halter die Tiere aus Platzgründen nicht mehr halten, so dass wir fast immer einen Bestand von fünf bis zehn Leguanen bei uns haben. Bei falscher Haltung kann es immer wieder zur Legenot bei Weibchen kommen, so dass entsprechende Not-Operationen bei uns zur Routine gehören.

Leguane ernähren sich ausschließlich vegetarisch, so dass sie in der Auffangstation mit vielen frischen Kräutern, Ästen mit jungen Blatttrieben und Salat versorgt werden. Aufgrund ihrer Lebensweise ist bei Leguanen außerdem häufiges Wasserwechseln sowie die Haltung in einer großräumigen Voliere erforderlich.

Geierschildkröten (Tierpaten unterstützen die Pflege mit monatlich 20,00 Euro)

Geierschildkröten sind genau wie Schnappschildkröten in ganz Deutschland für die Haltung grundsätzlich verboten. Noch vor rund 15 Jahren konnte man diese Tiere problemlos als winzige Babys im Handel erwerben. Da sie jedoch sehr schnell sehr groß werden, und noch dazu als potentiell gefährlich gelten, gibt es immer wieder Einzelfälle von ausgesetzten Tieren, die letztlich als Fundtiere zu uns kommen. Insgesamt haben wir ein gutes Dutzend Schnappschildkröten sowie sieben Geierschildkröten in unserem Bestand. Aufgrund des generellen Verbots dürfen wir diese nicht weitervermitteln. Bei einer Lebenserwartung von bis zu 200 Jahren kann man also buchstäblich von „Dauergästen“ reden.

Zur artgemäßen Haltung haben wir für diese Tiere in CHELONIA zwei Teiche gebaut, in denen sie gemeinsam mit zwei Alligatoren leben dürfen. Da Geierschildkröten aber praktisch nie das Wasser verlassen, sind sie eher „undankbare“ Patentiere, die Sie bei einem eventuellen Patenbesuch voraussichtlich nicht sehen werden. Ihre Unterstützung benötigen die Tiere aber dennoch.

Alligatoren (Tierpaten unterstützen die Pflege mit monatlich 25,00 Euro)

Alligatoren, Krokodile und Kaimane gelten aufgrund ihres Gefahrenpotentials als schwer vermittelbar. Gelegentlich können wir einige wenige Tiere an Zoos vermittelt, besonders die kleineren Tieren bleiben aber meist sehr lange bei uns, da sie für die Zoos keinen Schauwert haben.
Fast alle unserer Krokodile stammen aus behördlichen Beschlagnahmen.

Soweit es uns möglich ist, versuchen wir den Tieren in CHELONIA einen Platz zu verschaffen, damit sie ausreichend Platz und Versteckmöglichkeiten haben. In unserer Hauptstation in der Kaulbachstraße findet die Haltung in einem 10.000 Liter-Becken statt, dessen Wasser permanent umgewälzt und konstant auf 30°C gehalten werden muss.

Klapperschlangen (Tierpaten unterstützen die Pflege mit monatlich 25,00 Euro)

Klapperschlangen, Kobras, Puffottern und andere Giftschlangen machen einen zunehmend großen Anteil in unserem Bestand aus. Da die Haltung solcher Tiere in Bayern de facto verboten ist, kommen einerseits fast schon regelmäßig behördlichen Beschlagnahmen rein, die wir andererseits nicht vermitteln dürfen. Zoos und andere Tierhalteeinrichtungen haben in der Regel kein Interesse an solchen Tieren.

Die tägliche Arbeit mit Giftschlangen erfordert stete Konzentration und Wachsamkeit. Betriebsblindheit können wir uns nicht erlauben, deshalb gilt im Umgang mit den Tieren bei uns das Vier-Augen-Prinzip. Lebend gebärende Arten müssen möglichst einzeln gehalten werden, um keinen unerwünschten Nachwuchs zu erzeugen, was wiederum zusätzliche Raumkapazitäten erfordert.
Die Fütterung erfolgt ausschließlich mit Mäusen aus unserer hauseigenen Zucht.

Weißbüschelaffen (Tierpaten unterstützen die Pflege mit monatlich 50,00 Euro)

Weißbüschelaffen und andere Krallenäffchen werden in Deutschland als Heimtiere zunehmend populärer. Leider können die meisten Halter den Tieren im Alltag keine artgemäßen Lebensumstände bieten, so dass die Tiere letztlich von den Behörden beschlagnahmt werden müssen. Die meisten Tierheime wiederum sehen sich mit solch exotischen Arten überfordert, da sie entweder keine passenden Gehege haben oder das Pflegepersonal nicht entsprechend ausgebildet ist. Aus diesem Grund arbeiten wir seit 2013 nach Absprache mit den Behörden sowie den umliegenden Tierheimen zunehmend auch mit exotischen Säugern.

Die Haltung dieser Tiere erfordert einen hohen zeitlichen und räumlichen Aufwand, nicht zuletzt auch aufgrund einiger Primatenkrankheiten, die auf den Menschen übertragbar sind. Bei der Einrichtung mit Vegetation, Versteck- und Klettermöglichkeiten müssen sowohl die sozialen Strukturen der Gruppe als auch Beschäftigungsmöglichkeiten für die intelligenten Tiere berücksichtigt werden.

Waschbären (Tierpaten unterstützen die Pflege mit monatlich 50,00 Euro)

Waschbären werden in ihren Haltungsansprüchen aufgrund ihres „Kuschelfaktors“ häufig unterschätzt und in der Folge teilweise tierschutzwidrig gehalten. Wir rechnen in den kommenden Jahren mit einer zunehmenden Anzahl von beschlagnahmten Tieren, die umgekehrt immer schwieriger zu vermitteln sind, da sie schnell und problemlos zu vermehren sind.
Ebenso wird es immer wieder Fälle von aufgefundenen Waschbärwaisen geben, deren Mutter gejagt oder bei einem Autounfall getötet wurde. Die mutterlosen Jungtiere dürfen in Deutschland nicht wieder ausgewildert werden, da die Art bei uns als nicht-heimisch gilt.

Wir bieten unseren Waschbären ein großflächiges, möglichst naturnah eingerichtetes Außengehege mit vielen Spiel-, Kletter- und Versteckmöglichkeiten sowie ein vielfältiges Futterangebot.